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3-D Universe Blog

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2019-12-19

Die Weltleitmesse für die Additive Fertigung.-Formnext 2019!

Vor ca. vier Wochen endete die fünfte Auflage der Weltleitmesse für Additive Manufacturing, die Formnext 2019 in Frankfurt. Auf vier Hallen (11.0; 11.1; 12.0; 12.1) erstreckten sich die 852 Aussteller und teilten sich die 53039m² Fläche mit den 355232 Besuchern. In der Zeit von 19.11. – 22.11.2019 konnte ausgiebig mit den Ausstellern aus 36 Nationen Fach gepimpelt werden. Und das nicht zu knapp. Bunter, innovativer und beeindruckender als je zuvor war einiges rund um den 3-D Druck geboten. Vor allem das Partnerland USA putzte sich mächtig raus, und zeigte wer die „Erfinder“ des 3-D Druckes sind. 3D Systems, EOS, und HP zeigten ihre Geräte und einige erstaunliche Ausdrucke. Doch auch Makerbot, Formlabs und Markforged konnten mich mit ihren Geräten überzeugen. Vor allem der Metall X von Markforged weckte zunehmend das Interesse der Zuschauer, denn hier wird Filament mit Metallpartikel gedruckt und danach im Ofen gebrannt. Das Trägermaterial des Filaments verbrennt restlos und die Metallpartikel versintern sich zu einem Bauteil mit beeindruckender Formgenauigkeit. Generell war Metall drucken das Thema der diesjährigen Formnext. Doch eine Maschine beeindruckte mich am meisten unter den Metalldruckern: Die Firma Meltio mit Sitz in Spanien präsentierte den M450. Ein Drucker der sowohl Metallfilament als auch Metallpulver drucken kann. Und dies in einer äußerst kompakten Desktopvariante. 3E nennt der Hersteller dieses Verfahren und die Maschine soll einen interessanten Preis von unter 100000€ besitzen. Das wäre ein wahrlicher Brecher in diesem Genre.
Ein weiterer interessanter 3-D Drucker ist der AMPOLAR des deutschen Herstellers DP Polar. Was diese Maschine so besonders macht, ist ihr Aufbau. Prinzipiell arbeitet er mit dem Multijet Verfahren jedoch hat er eine sich drehende Bauplattform, welcher so rasend schnell eine Vielzahl von Bauteilen drucken kann.
In Sachen Gigantismus gab es auch etwas zu sehen: Den T3500 von Taktus3D. Ein fast vier Meter (3,55m) hoher Deltadrucker der Bauteile mit bis zu 2,1m drucken kann und einen maximalen Durchmesser von einem Meter drucken kann. Und das sogar in ausgesprochen guter Qualität. Sehr beeindruckend.
Doch es gab nicht nur Maschinen zu sehen, sondern auch gedruckte Teile, und das nicht zu knapp. Mit fast nur interessanten Konturen, Formen, Materialien, und auch aus den unterschiedlichsten Verfahren. Somit konnte man fast alles bestaunen, was man sich nur vorstellen kann. Stühle, Möbel, Autoteile, Modelle von Gebäuden, Figuren, Spielzeuge, Maschinenteile und und und.
Doch auch die Materialseite wurde gut bedient Metallpulver Hersteller zeigten die interessantesten Legierungen und Sorten sowie auch einige Filamenthersteller die ihre Neuerungen zeigten. So waren nicht nur Technische Filamente wie z.B. PA12, PEI, PEBA-S usw. der Renner, sondern auch die gewohnten Standardmaterialien wie PLA, PETG, usw. in außergewöhnlichen Farben und Variationen ausgestellt. Großer Beliebtheit hatte vor allem Silk Filamente und das in allen Farben bis hin zum Regenbogen Verlauf.
Ein weiterer interessanter Aspekt waren einige Softwarehersteller die Software vorstellten, mit denen man ganz einfach und effizient Druckjobs verwalten, Bauraumausnutzung steuern kann oder Zyklen für Wartung, Instandsetzung, Reinigung, Materialwechsel und Sonderaufgaben parat hält. Ich denke das ist ein wichtiger Punkt in der digitalen Fabrik, und in Verbindung mit Industrie 4.0 unerlässlich.
Was mir ein wenig fehlte waren Anbieter und Hersteller von Maschinen für den Postprozess. Klar gab es Sandstrahlen, Towalisieren, Sägen usw., aber so eine Innovation, Neuerung oder gar andere Möglichkeiten wie die zuvor genannten Verfahren blieben leider aus. Sehr schade wie ich finde.
Vermehrt traten auch SLA- oder DLP Geräte in Erscheinung, die ein großes Bauvolumen haben, oder mit außergewöhnlichen Druckergebnissen auf sich aufmerksam machten. Einzig Resin (Harz) war meiner Meinung nach Mangelware. Viele boten Dental- oder Wachsresin an, jedoch sobald man Farben wollte stand man allein auf offener Flur.
Abschließend mein Fazit zur Formnext2019:
Ich bin positiv überrascht. Die Messe hat sich sehr gut entwickelt und bot doch für Jeden viele Neuerungen und Innovationen. Speziell die „Metalldrucker“ konnten hier aus dem vollen schöpfen. Auch ist positiv zu erwähnen, dass die vielen Aussteller aus dem Ausland einen wesentlichen zu Gewinn bringen. Denn gerade die Impulse aus den jeweiligen Ländern sind sehr interessant. Jedes Land hat seine Hauptbranche und diese Branche geht auch anders mit dem Thema 3-D Druck um.

Grüße
Nicolai Schubert
Inhaber
3-D Universe

Admin - 15:43:51 @ 3-D Druck | Kommentar hinzufügen